
Wo alles begann
Die Musik begleitet Mario Lopez schon seit seiner Kindheit. Früh entdeckte er sein Interesse an verschiedenen Instrumenten, doch mit der Zeit wurde klar, wohin sein Weg führen sollte: hinter die Plattenteller.
Die ersten Erfahrungen sammelte Mario in den Diskotheken rund um Hannover. Während seiner Ausbildung stand er bereits regelmäßig am DJ-Pult. Was er dabei verdiente, investierte er vor allem in neue Schallplatten, CDs und seine wachsende Musiksammlung. Aus dem anfänglichen Interesse wurde schließlich eine klare Entscheidung: Nach seiner Ausbildung wollte er sich ganz auf die Musik konzentrieren.
Mit Auftritten im Fun & Lollypop sowie in Clubs wie dem Empire, Dream und Fantasia machte sich Mario in der regionalen Szene einen Namen. Anfang 1995 folgte eine weitere wichtige Station: das Fun2000, wo er schon nach wenigen Monaten als Resident-DJ hinter den Plattentellern stand.
1997 nahm seine Laufbahn eine neue Richtung. Im Januar lernte er den Produzenten Sascha Graune kennen, mit dem seine erste Single „It’s Not Over“ entstand. Im Sommer desselben Jahres führte ihn eine Einladung ins Riu Palace auf Mallorca. Dort lernte er nicht nur eine andere Clubszene kennen, sondern knüpfte auch Kontakte zu Künstlern und Produzenten wie Woody van Eyden, DJ Quicksilver, ATB, Thomas Kukula und Spacekid.
Von den Clubs in die Charts
Was in den Diskotheken rund um Hannover begonnen hatte, entwickelte sich zunehmend auch zu einer Karriere als Recording-Artist. Mit Veröffentlichungen wie „The Sound of Nature“, „Into My Brain“ und „Blind“ machte Mario Lopez über die Clubszene hinaus auf sich aufmerksam.
Auch im Fernsehen war Mario mehrfach zu erleben. Bei „VIVA Club Rotation Live“ präsentierte er eigene Titel wie „The Sound of Nature“ und „Blind“. Darüber hinaus stand er wiederholt bei der „B.TV Rave Party“ hinter den Decks. Seine Musik erreichte damit nicht nur das Clubpublikum, sondern auch die Zuschauer vor den Fernsehbildschirmen.
Es folgten weitere Singles und Alben, darunter „Eternal Sounds“ aus dem Jahr 2003. Die eigenen Produktionen wurden zu einem wichtigen Bestandteil seiner musikalischen Identität und prägten den Sound, mit dem ihn viele Fans bis heute verbinden.
Dabei blieb Mario stets auch DJ. Denn so wichtig die Arbeit an eigener Musik war, genauso wichtig blieb für ihn der direkte Kontakt zum Publikum und die besondere Atmosphäre eines Clubabends.
Immer hinter den Decks
Auch in den Jahren, in denen es um neue Veröffentlichungen etwas ruhiger wurde, zog sich Mario Lopez keineswegs aus der Musik zurück.
Rund zehn Jahre lang war er als Resident-DJ im Club Da Sansibar in Hannover tätig. Parallel dazu gehörten Auftritte bei den Veranstaltungen des Outside World Festivals (OSW) in und rund um Hannover zu seinem musikalischen Alltag.
Bis heute ist Mario regelmäßig über das gesamte Jahr hinweg bei Events und Festivals unterwegs. Neben OSW gehören dazu auch Veranstaltungen von sunshine live.
Musikalisch ist er seinen Wurzeln weitgehend treu geblieben. Trance, Hard Trance und Techno prägen seine Sets, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Klassikern dieser Genres. Dabei dürfen natürlich auch seine eigenen Titel nicht fehlen: „The Sound of Nature“, „Into My Brain“ und „Blind“ sind bis heute fester Bestandteil seiner Auftritte.
Alte Titel, neue Ideen
Dass Musik nicht zwangsläufig ein Verfallsdatum hat, zeigt auch eine seiner jüngeren Veröffentlichungen.
Der Titel „Angel“ erschien ursprünglich 2003 auf dem Album „Eternal Sounds“, wurde damals jedoch nicht als eigenständige Single ausgekoppelt. 2026 erhielt der Song schließlich eine neue Chance: Gemeinsam mit Scotty, Timo Pralle und Pibase wurde das Stück in verschiedenen zeitgemäßen Versionen neu interpretiert.
Bei solchen Projekten setzt Mario bewusst auf die Kreativität seiner musikalischen Partner. Er lässt ihnen zunächst freie Hand, ihre eigenen Ideen umzusetzen, und bringt sich vor der Fertigstellung bei Bedarf selbst in die musikalische Gestaltung ein.
Die Zusammenarbeit mit langjährigen Wegbegleitern und neuen Produzenten ermöglicht es ihm, bekannte Titel neu aufleben zu lassen und gleichzeitig musikalisch in Bewegung zu bleiben.
Und die Geschichte geht weiter
Über die Jahre haben sich die Musiklandschaft, die Clubs und auch die Art, wie Musik entsteht und gehört wird, stark verändert. Eines ist für Mario Lopez jedoch geblieben: die Freude daran, Menschen mit Musik zusammenzubringen.
Ob auf einem Festival, bei einer Clubnacht oder mit einer neuen Veröffentlichung – seine Verbindung zu Trance, Hard Trance und Techno ist bis heute ungebrochen.
Und wenn bei einem seiner Auftritte plötzlich die ersten Töne von „The Sound of Nature“ erklingen, wird deutlich, dass manche Stücke weit mehr sind als Erinnerungen an vergangene Zeiten.
Sie gehören auch heute noch dazu.